Digitalisierung im Mittelstand

Problemstellung

Der digitale Wandel ist in vollem Gange. Die technologischen Entwicklungen sind rasant und verändern die Art, wie wir uns informieren, wie wir kommunizieren, wie wir konsumieren – kurz: wie wir leben und arbeiten. Dabei betrifft die Digitalisierung längst nicht mehr nur klassische IT-Unternehmen, sondern kleine und große Unternehmen in sämtlichen Branchen und Sektoren.

Datenqualität als Erfolgsfaktor

Im Zentrum aller Digitalisierungsprozesse stehen Unternehmensdaten sowie deren Verarbeitung innerhalb der eigenen IT-Landschaft und darüber hinaus. Qualitativ hochwertige Daten ermöglichen aussagekräftige Analysen, eine optimale Produktpräsentation und die Nutzung unterschiedlicher Vertriebskanäle. Eine hohe Qualität der Unternehmensdaten ist die Grundlage jeglicher Prozessautomatisierung – sei es im Rahmen von Industrie 4.0, IoT, E-Commerce oder der Optimierung von Prozessen in Marketing, Vertrieb und Kundenbetreuung.

Datensilos als Hürde der Digitalisierung

Um die Daten eines Unternehmens erfolgreich nutzen zu können, müssen diese aber auch zentral und sicher gespeichert und in einer standardisierten Struktur zugänglich gemacht werden. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass Daten zwischen unterschiedlichen Anwendungen ausgetauscht und miteinander in Bezug gebracht werden können.

Vor allem an mittelständische Unternehmen stellt dies oft sehr große Anforderungen. Denn in diesen Unternehmen liegen wichtige Daten meist zwar digitalisiert, aber nicht zentralisiert und vor allem nicht zentral verfügbar vor. Vielmehr bestehen isolierte Datensilos, die nur die Daten einer spezifischen Anwendung beinhalten, aber nicht mit den anderen Systemen der Unternehmens-IT und den Systemen der Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette kommunizieren können.

Veränderte IT-Landschaften

Unternehmen nutzen heute vermehrt verschiedene Cloud- und SaaS-Services, statt alle Software-Systeme wie früher im heimischen Serverraum im Keller vorzuhalten. Teilweise werden bereits Cloud-ERP-Systeme genutzt. Projektmanagement- und Support-Systeme liegen in der Cloud, es kommen cloudbasierte E-Mail- und Messenger-Lösungen zum Einsatz. Dazu werden Online-Shops betrieben (als Eigeninstallation oder Cloud-Service), PIM-Systeme und Bilderverwaltung liegen in der Cloud und die Auswertung der Online-Marketingmaßnahmen erfolgt schon lange in der Cloud. Statt weniger eigener Systeme ist eine Vielzahl unterschiedlicher Systeme im Einsatz.

Zwischen diesen Systemen müssen Daten ausgetauscht werden, insbesondere im E-Commerce-Bereich, aber auch in Marketing & Vertrieb und produktionsrelevanten Bereichen. Artikeldaten müssen aus dem ERP in den Onlineshop, Artikelbilder werden aus dem PIM importiert, Bestellungen müssen zur Lagerlogistik-Software übertragen und gewonnene Neukunden im CRM angelegt werden.

Komplexe Wertschöpfungsketten

Wertschöpfungsketten sind heute oft komplex und vereinen viele unterschiedliche Unternehmen mit unterschiedlichen Spezialisierungen aus unterschiedlichen Ländern. Im Zuge der Digitalisierungsprozesse gilt es, diese Teilnehmer einer Wertschöpfungskette zu integrieren und z. B. einen gegenseitigen Datenaustausch auf Basis definierter Standards zu gewährleisten. Qualitativ hochwertige, normalisierte und zugängliche Daten sowie die Integration aller datenführenden Systeme in einem Unternehmen und entlang der gesamten Wertschöpfungskette werden zum unverzichtbaren Erfolgsfaktor der Digitalisierung.